Vorsicht, Autorinnen in der Steiermark! Lesung Teil 2: KeltenWelten

… der Bericht geht weiter…

Sonntag, 3. April – Vor der Lesung

In unserem gemütlichen Zimmer in der Buschenschank haben mein Freund und ich eine sehr geruhsame Nacht verbracht. Und das Wort „geruhsam“ ist wörtlich zu nehmen. Es war so schön still, in der Nacht und am Morgen. In Salzburg wohnen wir in einer Wohnung, die direkt an einer großen Kreuzung liegt. Normalerweise haben wir also zu keiner Tageszeit Pause vom Verkehrslärm (auch der Hubschrauber, der mehrmals täglich am gegenüberliegenden Krankenhausdach landet, hilft brav dabei mit, nur ja keine Stille aufkommen zu lassen ;)). Für uns war das also richtig schön, dass wir nicht durch nervtötendes Gehupe und das umweltverpestende Getöse und Gebrumme aus dem Schlaf gerissen, sondern vom Gezwitscher der Vögelchen sanft geweckt wurden.

Nach einem herzhaften Frühstück, das uns die liebe Besitzerin bereitet hatte – mit extra viel Kaffee (es war fast so, als würde sie mich kennen und wissen, dass für mich jede Menge Koffein nötig ist, um mich am Morgen überhaupt ansprechen zu können ;)), holten wir Helmi ab, die die Nacht im Weiberhof verbracht hatte.

Direkt bei unserer Buschenschank begann ein Kelten-Rundwanderweg. Wir erklommen den kleinen Hügel, auf dem früher die Kelten ihre Siedlungen erbaut hatten, atmeten die frische Luft und erfreuten uns am frühlingshaften Anblick der zu blühen beginnenden Blumen und Sträucher. Auch viele Bienen und Schmetterlinge begegneten uns :)

Von einem Aussichtspunkt konnte man seinen Blick über die Weinberge schweifen lassen – und auch über einige Hügelgräber, die sich immer wieder aus dem Boden wölbten. Allerdings hätten wir die Gräber gar nicht erkannt, wenn wir nicht durch die Hinweistafeln darauf hingewiesen worden wären – denn diese fast 3000 Jahre alten Grabhügel erheben sich nur leicht aus dem Boden und sind längst mit der Landschaft eins geworden.

Dann stiegen wir in einen Wald hinunter, und auch dort erfuhr man durch Hinweistafeln so allerlei über das Leben, das die Kelten dort geführt hatten. Und natürlich hielten wir die ganze Zeit über die Augen offen, um auch eine Tonscherbe oder sonstige Relikte aus dieser längst vergangenen Zeit zu finden – aber wir hatten leider nicht so viel Glück, wie der Wirt, der uns am Tag zuvor seine Fundstücke präsentiert hatte.

Schließlich kamen wir zum sogenannten „Gehöft“ – einer lebensgroßen Nachbildung eines keltischen Dorfes. Das war richtig cool. Man konnte sich die Hütten ansehen und sogar hineingehen (Fotos gibt es weiter unten). Es gab Wohnhütten, einen Speicher, einen überdachten Brotbackofen und eine Webhütte, in der die Nachbildung eines riesengroßen Webstuhles zu bestaunen war, dessen Überreste auf dem Areal entdeckt worden waren. Es war wirklich faszinierend zu sehen, wie so ein keltisches Dorf wohl ausgesehen haben mag.

Nach unserer kleinen idyllischen Wanderung fuhren wir hinunter nach Großklein und gönnten uns ein Mittagessen bei einem anderen Wirten als am Vortag. Das Essen war gut, aber ich war doch ziemlich nervös, als die Lesung langsam näher rückte, und hatte deshalb keinen so großen Hunger. Mein absolutes Highlight dort: Für seine Tochter wollte der Wirt ein Exemplar von „Magiebegabt“ :)

Wir sind dann noch durch den Ort spaziert und haben im Kleiner Café, das direkt neben dem GÄZ liegt, einen Kaffee getrunken. Das „Kleiner Café“ hat später sogar je ein Exemplar von „Magiebegabt“ und der „Letzten Heimat“ erstanden :)

Der Minutenzeiger kroch unaufhaltsam weiter. Es war schon fast 17 Uhr…

 

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