Auf der Suche – Mein neues Buchprojekt

Hallo allerseits,

hier werdet ihr im Laufe der Zeit alles über mein neues Buchprojekt mit dem derzeitigen Arbeitstitel „Auf der Suche“ erfahren. Wenn du aktuelle Beiträge zu „Auf der Suche“ lesen möchtest, dann schau in der Kategorie „Auf der Suche“ vorbei :)

Die erste Idee zu „Auf der Suche“ kam mir noch während meines Auslandssemesters in Rom, als ich spätabends von meiner WG, die ich mit fünf Italienerinnen teilte, zur Metrostation Castro Pretorio ging. In meinen Ohren die Stöpsel meiner Kopfhörer, aus denen ein wunderschönes Lied erklang: Frozen von Voyage feat. Sharon den Adel. Mit ihrer zauberhaften Stimme ist Sharon den Adel bis heute eine meiner Lieblingssängerinnen, ihre Band Within Temptation seit Langem eine meiner Lieblingsbands.

Ich kann mich sogar noch an die Straßenecke erinnern, an der mir plötzlich die Idee zu „Auf der Suche“ kam – und das, als die Arbeit an „Magiebegabt“ noch längst nicht abgeschlossen war.

Die Arbeit an „Auf der Suche“ hat mein Leben komplett verändert. Hier erfährst du, weshalb und wie es dazu gekommen ist:

Von Beginn an war mir klar, wer die Hauptprotagonisten meiner neuen Roman-Reihe sein sollten und wo sie leben werden: Sie sollten in einer Art Paradies leben. In der Zukunft, in einem Land, in dem alle Leute gebildet sind, man im Einklang mit der Natur lebt und keine Tiere oder jedwede Tierprodukte konsumiert. Dass es sich dabei um eine vegan lebende Bevölkerung handelt, war mir anfangs gar nicht wirklich bewusst. Das Leben im Einklang mit der Natur war mir am wichtigsten und das schien mir nur möglich zu sein, indem man das Leben eines jeden Lebewesens respektiert und achtet. Ergo ziehen die Bewohner dieses Landes das Konsumieren von anderen Lebewesen überhaupt nicht in Betracht.
Diese erste Idee kam mir Anfang 2015. Enda und Perditus, die beiden Hauptprotagonisten, waren also lange Zeit, bevor ich überhaupt nur daran dachte, auf Fleisch zu verzichten, bereits „Veganer“. In diesem Jahr beschäftigte ich mich jedenfalls hauptsächlich mit „Magiebegabt“, das ich im September 2015 schließlich publizierte.
Danach begann ich mit Recherchen zum Thema ‚Fleischindustrie‘ und allem, was damit zusammenhängt. Umwelt- und Tierschutz haben mich zwar schon immer interessiert, aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, einmal aufzuhören, Fleisch zu essen – oder gar auf alle tierischen Produkte zu verzichten. Niemals. Doch dann kam dieses Buchprojekt.

Ich habe also recherchiert und bin im November 2015 auf Videos gestoßen, die in österreichischen Schlachthöfen aufgenommen wurden. Diese Videos, die dem Verein gegen Tierfabriken anonym zugespielt worden waren, führten zum sogenannten „Schlachthofskandal“. Im Zeitraum zwischen Jänner und Oktober 2015 waren über 3000 Stunden Videomaterial aus 20 österreichischen Schlachthöfen in sieben Bundesländern gesammelt worden, darunter

  • 12 Rinder und Schweineschlachthöfe
  • 4 reine Schweineschlachthöfe
  • 1 reiner Rinderschlachthof und
  • 3 Geflügelschlachthöfe.

Diese gefilmten Schlachthöfe führen 70% aller jährlich in Österreich durchgeführten Schweineschlachtungen durch, 32% aller Rinderschlachtungen und 100% aller Putenschlachtungen. (Quelle: www.vgt.at)

Hier könnt ihr euch eine Videozusammenfassung ansehen: http://www.vgt.at/actionalert/schlachthofskandal/index.php

Und hier findet ihr die Videos von den einzelnen Schlachthöfen: http://www.vgt.at/actionalert/schlachthofskandal/filme.php

Ich habe mir damals die Videozusammenfassung und zweieinhalb der Videos aus einzelnen Schlachthöfen angesehen. Mehr konnte ich nicht ertragen. Mein Herz pochte so laut und schmerzhaft, wie es immer passiert, wenn ich etwas Unrechtes beobachte. Mir sind die Tränen gekommen. Und in diesem Moment habe ich beschlossen: Für mich kein Fleisch mehr. Das war es mir einfach nicht wert. So viel Tierqual und Tierleid – nur für ein paarstündiges Satt-Sein? Nur für ein bisschen Geschmack auf meiner Zunge? Nein, danke. Und so wurde ich Vegetarierin. Naja, so einfach war es natürlich nicht. Und ich hatte hin und wieder „Rückfälle“ – auch wenn vor meinem inneren Auge sofort die furchtbaren Bilder aus den Schlachthöfen aufblitzten. Man ist das Fleischessen einfach von Kindesbeinen an gewöhnt (und denkt nicht allzu viel darüber nach, was mit dem Fleischkonsum und der „Produktion“ des Fleisches alles verbunden ist). Seit April 2016 esse ich nun voll und ganz kein Fleisch mehr. Zusammenfassend warum? Weil ich nicht mehr möchte, dass Tiere wegen mir leiden müssen und schlecht behandelt werden. Es geht mir ja auch nicht nur um die Schlachtung, sondern auch um die tierquälerische Massentierhaltung in den Tierfabriken.

Ich lebte also vegetarisch, recherchierte weiter und kam zu dem Schluss, dass es inkonsequent ist, wenn ich kein Fleisch mehr esse, aber haufenweise andere Tierprodukte konsumiere, die aus nicht weniger Tierleid hervorgehen.

Zwei kurze Beispiele:

1) Mein Bio-Frühstücks-Ei:
Es ist Bio, denke ich mir, ist besser als Freilandhaltung, denke ich mir, ist viel besser als Bodenhaltung, denke ich mir. Fakt: In der österreichischen Brüterei Krift, beispielsweise, schlüpfen jährlich rund 10 Millionen (!) Küken, das sind täglich (täglich!) rund 30.000 Küken, die später Legehennen werden. Auf jedes weibliche Küken kommt ein männliches. Aber: Für die Ei-Produktion sind die männlichen Küken nicht zu gebrauchen. Sie werden daher bereits am ersten Tag ihres Lebens wieder getötet – vergast, geschreddert oder einfach in einen Mistkübel geworfen (Quelle: eine Broschüre der Albert-Schweitzer-Stiftung, überarbeitet für Österreich von der VGÖ; wer Interesse hat, dem kann ich sie gerne abfotografieren).
Millionen ermordete männliche Küken jährlich (nur in Österreich), nur damit ich ein Frühstücks-Ei haben kann? Nur damit ich einen Kuchen backe, den ich genauso gut auch ohne Ei backen könnte (siehe meine Rezept-Tipps für euch :)).

2) Meine Bio-Milch:
Es ist Bio, denke ich mir. Den Kühen geht’s super, denke ich mir. Viel besser als Nicht-Bio-Milchkühen, denke ich mir. Fakt: Selbst Bio-Milchkühe bekommen nicht nur Gras oder Heu zu fressen, sondern werden zu einem großen Teil mit Kraftfutter ernährt (für das ihr Magen eigentlich nicht ausgelegt ist; Kühe sind ja bekanntlich Wiederkäuer). In der EU-Bio-Verordnung (S. 17) steht geschrieben, dass eine Bio-Milchkuh zu mindestens 60% mit ihrer natürlichen Nahrung gefüttert werden muss. Das heißt gleichzeitig, dass auch eine Bio-Kuh 40% Kraftfutter bekommt. Ohne das Kraftfutter könnten die Mutterkühe jedoch gar nicht überleben, denn ihre Körper sind mittlerweile so gezüchtet, dass sie 4mal mehr Milch geben als normal.
Warum schreibe ich Mutterkuh? Wie jedes andere weibliche Säugetier auch (uns Frauen eingeschlossen), gibt eine Kuh nur Milch, wenn sie ein Baby bekommt. Die weiblichen Kühe werden einmal im Jahr künstlich befruchtet, sind neun Monate schwanger und ihr Baby wird ihnen kurz nach der Geburt entrissen, damit die Muttermilch nicht an die Kuhbabys „verschwendet“ wird. Traumatisch für Mama und Baby. Ein paar Wochen nach der Geburt wird die Mutterkuh wieder geschwängert. (Quelle: Broschüre des VGT, bei Interesse kann ich sie gerne abfotografieren).
Mir als Frau läuft es da kalt den Rücken hinunter. Wenn ich mir vorstelle, jedes Jahr gegen meinen Willen geschwängert zu werden, neun Monate schwanger zu sein und dann, wenn mein Baby endlich da ist, wird es mir einfach weggenommen. Grauenvoll. Ich glaube jede Mutter, jede Frau und jeder Mensch kann sich vorstellen, welche Qualen die Mutterkuh wieder und wieder erleiden muss.
Kühe haben eine natürliche Lebenserwartung von 20 Jahren. Die Mutterkühe sind aber nach 2 bis 3 Geburten so geschwächt, dass sie für die Milchproduktion nicht mehr rentabel sind und geschlachtet werden. Nach spätestens fünf Jahren führt der Weg der Milchkuh also in den Schlachthof (wo sie so behandelt wird, wie ihr in den Videos oben seht), obwohl sie unter natürlichen Bedingungen 20 Jahre alt werden könnte. (Quelle: Wikipedia)

Was passiert nun mit den Kuhbabys?
Etwa eine halbe Million Kälbchen werden jährlich in Österreichs Milchindustrie geboren. Sie werden nach der Geburt von ihren Mamas getrennt und mit sogenannten Milchaustauschern (meist angereicherte Sojamilch) gefüttert. In Österreich gibt es keinen so hohen Bedarf an Babykühen, deshalb werden sie so schnell wie möglich ins Ausland transportiert, dort gemästet und als Kalbfleisch verkauft. Ja, man muss sich das einmal ganz bewusst machen: Kalbfleisch ist Babykuhfleisch.

Auf diesen Tiertransporten sind die Kuhbabys sehr lange unterwegs, ohne Nahrung, werden oft misshandelt.
Wenn dich das genauer interessiert, dann klick hier rein:

Kälbchen-Transporte Steiermark

Tierschutz-Ministerium toleriert illegale Tiertransporte

Tränksysteme für Kälber ungeeignet: Ferntransporte daher illegal

Und hier gibt es noch einen Artikel aus den Salzburger Nachrichten zum brutalen Umgang mit Kälbchen in Bergheim (nahe Salzburg): Prügel für Kälber

So, jetzt haben wir von der Milch im Kaffee und dem Frühstücks-Ei aus einen Blick hinter die Kulissen der Eier-, Milch- und, damit eng verbunden, der Fleischindustrie geworfen. Beiden geht es nur um Gewinn, Geld, und noch mehr Gewinn und Geld. Und das auf Kosten wehrloser Lebewesen, die – wie wir auch – nur ein Leben haben und einen großen Willen zu leben.

Als ich das alles erfahren habe, hatte ich neben Fleisch auch keine Lust mehr auf Milch, Milchprodukte oder Eier. Was übrigens noch dazukommt, sind die durch die „Nutztier“-Haltung verursachten Umweltschäden (Regenwaldrodung zur Anbauflächengewinnung für die Erzeugung von Futtermitteln) und die enorme Wasserverschwendung (um 1 Liter Milch zu erzeugen, wird die 1000fache Menge an Wasser benötigt; für 1 kg Käse benötigt man 5000 Liter Wasser!). (Quelle: VGT-Broschüre).

Ich möchte euch nicht „missionieren“, ich wollte hier nur kurz erklären, wie und warum sich mein Leben in den letzten Monaten so stark verändert hat, und wieso es nun auf meiner Homepage Beiträge zu den Themen „Tierrechte“ und „Vegan Lifestyle“ gibt.

Du lebst jetzt vegan?! Dann kannst du ja gar nichts mehr essen!

Haha, das dachte ich mir am Anfang auch. Mein ganzer Kühlschrank war voller Tierprodukte. Aber die Wahrheit ist: Man kann so viele tolle Sachen essen, man muss sich nur an eine andere Art zu kochen gewöhnen. Auch alle herkömmlichen Gerichte lassen sich mittlerweile vegan und somit tierleidfrei nachkochen.

Früher machte mir kochen nie Spaß. Jetzt liebe ich es, coole, leckere Gerichte zu zaubern. Ich werde euch über meine Kochereien auf dem Laufenden halten und auch immer wieder Rezepte teilen, die ich nachgekocht und für super befunden habe :)

Außerdem teile ich euch mit, wo man in Salzburg am besten seine veganen Gelüste stillen kann :)

Und ihr werdet auch Stück für Stück erfahren, wie es mir in den vergangenen Monaten bei der Umstellung ergangen ist und welche Erfahrungen ich gemacht habe. Mein erster Schritt war übrigens herkömmliche Milch durch Pflanzenmilch zu ersetzen. Nichts war einfacher als das :) Ich habe mich ein bisschen durch das Sortiment gekostet – im Supermarkt gibt es ja bereits eine riesige Auswahl (Mandelmilch ist definitiv nichts für mich :D) – und bin nun großer Fan der Sojamilch von Alpro – jene mit ‚lieblichem Geschmack‘ ist perfekt für Kaffee und Müsli :)

Also viel Spaß noch hier auf meinem Blog :) Und teilt mir gerne eure Erfahrungen mit, falls ihr auch vegan leben solltet :)

Eure
acn