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Ein Tag zum Feiern?

Liebe Leute,

heute ist „Weltmilchtag“. Ein Tag zum Feiern? Wohl kaum.

Aber es ist eine gute Gelegenheit, sich mit der Realität der grauenvollen Milchwirtschaft auseinanderzusetzen. Denn dort steht Vergewaltigung und Kindstötung an der Tagesordnung.

Besonders als Frau verstört es mich zutiefst, was die Milchindustrie mit Kuhfrauen macht. Deshalb finde ich die „Women against Dairy“-Kampagne so toll, deren Leitspruch lautet: „Sisters supporting Sisters from another Species.“

Heute gebe ich euch 4 gute Gründe, euren Milchproduktkonsum Geschichte werden zu lassen und diese grauenvolle Industrie in Zukunft nicht mehr mit eurem Geld zu unterstützen.

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Grund 1: Die Kuh und das Kalb

Wann und warum gibt eine Kuh Milch?

Die Kuh ist, wie der Mensch, ein Säugetier. Das bedeutet auch eine Kuh gibt nur Milch, Muttermilch!, wenn sie ein Baby bekommen hat.

Dazu muss sie jedes Jahr künstlich befruchtet werden. Die „Besamung“ sieht folgendermaßen aus: Der Kuh, unserer Schwester, wird der komplette Arm mit der Faust voran in den Anus eingeführt und die Gebärmutter durch die Darmwand hindurch umfasst, dann wird eine Besamungsspritze in ihre Scheide gesteckt und die Samen in ihre Gebärmutter gespritzt.
Meiner Meinung nach ist das Vergewaltigung.

Kühe sind, wie Menschen, 9 Monate schwanger. Hat die Kuh ihr Baby bekommen, werden die beiden sofort nach der Geburt getrennt. Die Mutterkuh ruft oft noch tagelang nach ihrem Kind. Das Kalb wird entweder sofort getötet oder ein paar Monate gemästet (meist im Ausland) und dann getötet. Ihr habt vielleicht schon mal Kalbfleisch im Supermarkt gesehen.
Nach 4 Jahren sind die Mutterkühe so ausgelaugt, dass auch sie getötet werden.

Kühe könnten eigentlich bis zu 30 Jahre alt werden!

All das ist auch bei „bio“ so. Bio ist nur eine Marketing-Masche, eine Verarsche. Die Kühe werden auch in Biobetrieben künstlich befruchtet, das Kind wird ihnen weggenommen, die Muttermilch gestohlen und nach vier Jahren kommen sie zum Schlachter. Sie landen im selben Schlachthof wie alle anderen auch.

Ich habe letztens beim Wandern Kälber und Mutterkühe auf der Weide gesehen (natürlich voneinander getrennt) und meine Eindrücke hier für euch beschrieben.

Die Frage ist also: Warum trinken wir die Muttermilch einer anderen Spezies? Sind wir nicht schon lange abgestillt?

Tolle Dokus zu diesem Thema sind: Earthlings und Hope For All. Letzterer ist ein wahnsinnig toller, österreichischer Dokumentarfilm.

Grund 2: Die Umwelt

Die Tierausbeutungsindustrie (Fleisch, Milch, Eier) ist der größte Klimakiller unseres Planeten.

Was fressen die 76 Milliarden Landtiere, die jedes Jahr weltweit geschlachtet werden?

Sie fressen hauptsächlich Soja und Getreide. Soja für das der Regenwald in großem Stile abgeholzt wird. 98% der weltweiten Soja-Ernte und 75% der weltweiten Getreide-Ernte werden an die „Nutztiere“ verfüttert.

Für die Produktion eines einzigen Burger-Pattys wird so viel Wasser verbraucht, dass man dafür 100 Tage duschen könnte, und es entstehen so viele Treibhausgas-Emissionen, dass man dafür 320 km mit dem Auto fahren könnte.

Um 1 kg Kuhfleisch zu erhalten, sind 16 kg Tierfutter nötig. Währenddessen hungern unzählige Menschen auf der Welt.

Und was passiert mit dem Kot dieser Milliarden „Nutztiere“? Er landet im Meer, verseucht das Grundwasser.

Die industrielle Tierhaltung ist maßgeblich für die Todeszonen in den Meeren verantwortlich und Verursacher des größten Artensterbens seit der Geschichte der Menschheit.

Eine tolle Doku, die ich zu diesem Thema empfehlen kann ist Cowspiracy. Und auch Hope for All.

Grund 3: Deine Gesundheit

Milchprodukte stehen, wie alle anderen Tierprodukte, eng in Zusammenhang mit den großen Killern unserer Zeit: KREBS, DIABETES, HERZ-KREISLAUF-ERKRANKUNGEN.

Das wurde von berühmten Ärzten wie Dr. T. Colin Campbell (China Study), Dr. John McDougall (Starch Solution), Dr. Greger (How Not To Die) oder Dr. Neal Barnard wissenschaftlich bewiesen.

Außerdem stehen Milch und Milchprodukte in Verbindung mit der Entstehung von Allergien sowie Kopfschmerzen und Migräne.

Die Muttermilch einer Kuh ist dafür gemacht, ein Kuhbaby innerhalb kürzester Zeit zu einer riesigen Kuh zu machen. Sie ist voller Wachstumshormone.
Was machen diese Wachstumshormone in unserem (schon ausgewachsenen) Körper? Sie lassen Tumore und Krebs wachsen.
Das Cholesterin verklebt unsere Arterien, was früher oder später zum Herzinfarkt führt.

Gute Dokus zu diesem Thema sind: What the Health oder Gabel statt Skalpell. Auch Hope For All widmet sich diesem Thema.

Grund 4: Unendlich viele pflanzliche Alternativen :)

Die gute Nachricht: Wir müssen keine Kühe quälen und unsere Umwelt und unseren Körper ruinieren, denn es gibt heutzutage unzählige pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch und Kuhmilchprodukten.

Es gibt pflanzliche Milch in allen Variationen (Mandel-, Reis-, Soja-, Haferdrink uvm.), veganen Käse (Tipp: SimplyV auf Mandelbasis), veganen Topfen/Quark, veganes Joghurt (aus Cashews, Kokosnuss, Süßlupinen, Soja, etc.), sogar vegane Sahne (zB Soja Cuisine oder auf Reis- oder Haferbasis).

Wir müssen keine Tierfrauen quälen, vergewaltigen und ihnen ihre Kinder wegnehmen.

Just remember: It’s Not Food, It’s Violence!

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Ich wünsche euch allen einen schönen Welttag der Mutterkuh!

Alles Liebe,
Alexandra

 

 

 

 

Vegan STATT Tier: Schmelzkäse

Pizza ohne Käse – wie soll das funktionieren?

Zunächst habe ich meine selbstgemachte Pizza tatsächlich ganz ohne Käse gegessen… aaaaber im Bio-Supermarkt habe ich dann veganen PizzaSchmelz gefunden :)

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Das ist Schmelzkäse-Ersatz u.a. aus Mandelmilch und Cashewcreme – schmeckt total gut und eignet sich für unglaublich viele Dinge: Pizza, Raclette oder einfach alles Überbackene :)

Ich bin super happy damit :)

Viel Spaß beim Überbacken!

Eure
acn

Vegan STATT Tier: Butter

Ich bin ehrlich: Butter habe ich immer gern gegessen.

In meiner veganen Anfangszeit habe ich verschiedene pflanzliche Margarinen probiert, zum Beispiel jene von Becel, war davon jedoch weniger begeistert. Sie schmeckten einfach nur fettig, ließen sich zwar gut auf dem Brot verstreichen, aber sobald Nutella-ähnliche Frühstücksaufstriche draufkamen, „rutschten“ sie quasi vom Brot.

Seit Kurzem bin ich aber in dieser Hinsicht total happy – denn ich habe endlich die perfekte Butter-Alternative gefunden: Die Butter von Alsan bio :)

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Ihr findet sie in Bio-Supermärkten … und bei BILLA :)

Diese Butter schmeckt nicht nur wahnsinnig lecker, sondern lässt sich auch zum Kochen und Backen problemlos verwenden. Man merkt überhaupt nicht, dass es keine ‚echte‘ Butter ist.

Die kann ich also jedem empfehlen :)

Eure
acn

P.S.: Niemand hat mich gezwungen oder gar dafür bezahlt, dass ich das schreibe – das ist meine wirklich wahrhaftige Meinung :)

Vegan STATT Tier: Milch

Früher trank ich sehr viel Milch. Ich liebte meinen heißen Kakao am Abend.

Mittlerweile kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, einem Kuhbaby seine Muttermilch wegzutrinken ;)

Eine Alternative für Tiermilch zu finden ist sehr einfach… und sehr schwierig.

Sehr einfach: Weil es eine unglaublich große Auswahl an pflanzlicher Milch gibt.

Sehr schwierig: Weil es eine unglaublich große Auswahl an pflanzlicher Milch gibt :D

Es gibt: Sojamilch, Hafermilch, Reismilch, Dinkelmilch, Kokosmich, Mandelmilch – habe ich etwas vergessen? ;)

Keine der oben angeführten Milchsorten (mit Ausnahme der Kokosmilch) darf sich jedoch als „Milch“ bezeichnen. Danke, Milchlobby –  für zahlreiche verlorene Minuten, in denen ich vor dem Pflanzenmilchregal stand und mich fragte: „Ist das nun das Zeugs, das ich statt Kuhmilch in meinen Kaffee tun kann oder nicht?“ Die Milchlobby hat nämlich durchgesetzt, dass Pflanzenmilch sich nicht Milch nennen darf, also führen die oben genannten Pflanzenmilch-Produkte den Namen „Drink“: Soja-Drink, Hafer-Drink und so weiter.

Bekannte Pflanzenmilch-Marken sind u.a. Alpro und Joya. Ich habe mich etwas durchgekostet und festgestellt, dass Mandelmilch sich nicht für meinen Kaffee eignet, weil das meinen Geschmack überhaupt nicht trifft. Stattdessen verwende ich die Sojamilch mit lieblichem Geschmack von Alpro – die ist einfach super für Kaffee, Müsli, Oatmeal, Palatschinken (österr. für Pfannkuchen ;)) und Kaiserschmarrn.

Zum Kochen und Backen verwende ich mal dies, mal das: Reismilch, Mandelmilch, Hafermilch und die Sojamilch der Spar-Bio-Marke Natur pur.

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Ihr habt also die Qual der Wahl. Probiert unterschiedliche Produkte und lasst euch nicht entmutigen, wenn euch die erste ausgesuchte Pflanzenmilch nicht schmeckt – das ging mir auch so, aber es gibt bestimmt auch für euch eine annehmbare pflanzliche Alternative zu Kuhmilch :)

Was sind eure Erfahrungen? Welche Pflanzenmilch ist euer Favorit?

Eure
acn

Update Februar 2017: Schon längere Zeit kaufe ich keine Produkte mehr von Alpro. Erstens weil ich herausgefunden habe, dass die Marke Alpro zu Danone gehört und die möchte ich wirklich nicht unterstützen. Und zweitens weil die Zutatenliste doch sehr lang ist. Ich probiere immer mal wieder verschiedene Pflanzenmilchsorten und -marken aus (mache auch ab und an Nussmilch selbst). Regelmäßig habe ich nun die Soja- sowie die Hafermilch der Marke Joya zuhause. Joya ist eine österreichische Firma, die Bio-Hafer und Sojabohnen aus Österreich für ihre Produkte verwendet :)
Auch die Hafermilch von Ja!Natürlich schmeckt richtig gut.

Viel Spaß weiterhin bei der Suche nach eurer Lieblingsmilch :)