Tag-Archiv | Tiertransporte

Demo gegen Tiertransporte

Liebe Leute,

am kommenden Samstag (23.6.) findet in Wien der große Demozug gegen Tiertransporte und die Milchindustrie statt.

Was haben Tiertransporte mit der Milchindustrie zu tun?

Unendlich viel leider. Denn damit die Menschen Kuhmuttermilch trinken und Muttermilchprodukte essen können, müssen die weiblichen Kühe jedes Jahr künstlich geschwängert werden, neun Monate schwanger sein und eine Geburt hinter sich bringen. Damit die kleinen Kälber nicht die ihnen zustehende Muttermilch trinken, werden sie entweder sofort getötet und als Kalbfleisch in die Supermarktregale sortiert oder sie kommen auf Tiertransporte, die die Babys OHNE NAHRUNG tausende Kilometer weit transportieren – oft bis weit über die EU-Grenzen hinaus, wo die kleinen Kälber gemästet werden, nur um dann unter schrecklichsten Bedingungen getötet zu werden.

Als Frau ist es mir ein besonderes Bedürfnis gegen die grauenvolle Ausbeutung weiblicher Lebewesen in der Milchindustrie aufzustehen (aber natürlich auch gegen die Eierindustrie, die ihr Geld bekanntlich mit Menstruationsprodukten weiblicher Hühner verdient).

Die Demo startet um 13 Uhr beim Christian-Broda-Platz (direkt beim Westbahnhof, also ideal für Westbahn-Fahrer*innen) und endet um 16 Uhr.

In Wien gibt es übrigens, was das Essen betrifft, ein extrem vielfältiges veganes Angebot (Burger, Pizza, Cupcakes, Torten, …) – zur Belohnung nach der Demo ;)

Ich hoffe, wir sehen uns dort! :)

Alles Liebe,
Alexandra

 

Hinschauen.

Meine Lieben,

ich bin am Donnerstag sehr früh aufgestanden. Um halb vier Uhr morgens. Was ich dann gemacht habe, habe ich noch nie gemacht.

Ich war mit der Gruppe „Salzburg Animal Save“ beim Schlachthof in Salzburg/Bergheim. An diesem Schlachthof bin ich früher immer mit dem Zug vorbeigefahren, ohne mir groß Gedanken darüber zu machen, was dort geschieht.

Der Schlachthof Bergheim ist ein wahnsinnig großer Rinderschlachthof. Alle Kühe aus Westösterreich werden dort geschlachtet. 70.000 pro Jahr. Rund 300 pro Tag. Eine unvorstellbare Zahl. Nur eine Statistik.

Aber wir waren dort und haben unzählige Individuen kennengelernt.

Wir waren dort und haben die voll beladenen Transporte gebeten, kurz stehenzubleiben.
Warum? Weil wir nicht wegsehen wollen.

Wir wollten den verängstigten Kühen und Kälbern in die Augen sehen. Sie zärtlich streicheln. Sie trösten. Und ihnen zum letzten Mal (und oft vermutlich auch zum ersten Mal) Liebe entgegenbringen.

Hier einige Fotos, die dabei entstanden sind.

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Es bricht mir das Herz, zu wissen, dass diese wundervollen Tiere längst nicht mehr leben. Dass sie nur wenige Minuten, nachdem ich sie getroffen habe, einen Bolzen in den Kopf geschossen bekamen. Ihre Körperteile längst auf dem Weg in die Supermärkte sind. Wo die Menschen mit ihrem Kauf von Tierprodukten dafür bezahlen, dass dieses Morden geschieht.

Es war schwer für mich, dort zu sein, vor dem Schlachthof. Aber es war nicht so schwer für mich, wie für die Tiere, die ihre letzten Atemzüge taten.

Deshalb ist es so wichtig: Wir dürfen nicht wegsehen. Wir müssen hinsehen. Wenn Unrecht geschieht. Wenn unnötiges Leid und Qual zur Tagesordnung gehört.

Denn: Peace begins on your plate.

Alles Liebe,
eure
Alexandra

 

Petition: Tiertransporte ins EU-Ausland

Liebe TierfreundInnen,

die Tiere brauchen wieder einmal unsere Stimme. Dieses Mal geht es um Tiertransporte ins EU-Ausland. Diese Transporte bis nach Ägypten, Libyen, in den Libanon und in die Türkei geschehen nicht nur mit dem Laster, sondern auch per Schiff.

  • Die Tiere sind in meist über 30 Jahre alten Schiffen, die nicht für Tiertransporte ausgelegt sind, bis zu 15 Tage unterwegs.
  • Viele Tiere verletzen sich, die Verletzungen werden aber nicht behandelt.
  • Es wird weder ausreichend Futter noch ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt.
  • Viele Tiere sterben während des Transportes. Den toten Tieren wird die Ohrmarke abgerissen, um eine Zurückverfolgung unmöglich zu machen. Danach werden sie ins Meer geworfen.
  • Die EU-„Tierschutzverordnung“ ist mit Betreten des Schiffes, spätestens aber mit dem Verlassen der EU-Außengrenzen, Geschichte.
  • In den Zielländern wird den Tieren meist ohne Betäubung (!) die Kehle durchgeschnitten.

Die Kleine Zeitung hat vor ein paar Tagen darüber berichtet, falls ihr noch mehr dazu wissen wollt: Leiden am Meer. Tiertransporte auf dem Seeweg (Kleine Zeitung, 18.4.2017)

Hier eine Grafik, die ich aus dem Bericht der Kleinen Zeitung kopiert habe:

Also, bitte gebt den über 700.000 Schafen und Kühen (und es werden immer mehr!), die jährlich per Schiff ins EU-Ausland gebracht werden, eure Stimme und gebt der Österreichischen Bundesregierung und der EU-Kommission zu verstehen, dass ihr damit nicht einverstanden seid: Petition Tiertransporte ins EU-Ausland

Vielen Dank im Namen der Tiere!

Eure
acn